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Blieskastel

Veröffentlicht in Städte

Blieskastel, geprägt durch das Zeitalter des Barock

Die Stadt Blieskastel ist gewillt, ihrer Vergangenheit eine Zukunft zu geben“, lautete einer der Kernsätze, mit denen sich Blieskastel um die Mitgliedschaft in der Gemeinschaft der lebenswerten Städte „Cittaslow“ beworben hat. Am Freitag, 27. April 2012 erhielt Blieskastels Bürgermeisterin Annelie Faber-Wegener von ihrem Kollegen Richard Leibinger aus Waldkirch im Rahmen einer Feierstunde im Rathaussaal die offizielle Urkunde über die Aufnahme Blieskastels in die Vereinigung. Blieskastel ist die erste saarländische Stadt, die sich erfolgreich um die Mitgliedschaft beworben hat.

Die Verleihung der Urkunde, „ein wichtiges Alleinstellungsmerkmal“, wie es Bürgermeisterin Annelie Faber-Wegener in ihrer Ansprache betonte, soll Ansporn sein, um „das Profil zu schärfen und die Stadt Blieskastel weiter zu entwickeln“. Die Bürgermeisterin betonte, dass man die Stärken herausstellen werde und Blieskastel als lebenswerte Stadt präsentieren werde.

Der historische Stadtkern von Blieskastel mit dem  Rathaus (im 18. Jahrhundert erbaut als Oberamts- und Waisenhaus), dem Herkulesbrunnen von 1691 und dem Napoleonsbrunnen („Schlangenbrunnen“) von 1804 ist geprägt durch das Zeitalter des Barock, aus dem auch die Hofratshäuser am Schlossberg stammen. Von diesen Hofratshäusern ist insbesondere das sogenannte „Schlösschen“ von 1776/77 sehenswert, das als Werk des Zweibrücker BaudirektorsChristian Ludwig Hautt gilt. Insgesamt umfasst das Ensemble Alt-Blieskastel 133 Einzeldenkmale und weitere 65 unter Ensembleschutz stehende Gebäude. Die Stadt liegt an der Barockstraße SaarPfalz.

Oberhalb der Stadt stand einst das Schloss, das im Verlauf der Französischen Revolution zum größten Teil zerstört wurde. Die einzigen erhaltenen Teile sind der Lange Bau („Orangerie“), ein im 17. Jahrhundert errichtetes Renaissancebauwerk, das 1982 bis 1986 restauriert wurde und nun für Vorträge, Ausstellungen und Konzerte verwendet wird.

Westlich weiter oberhalb der einstigen Schlossanlage befindet sich die von 1776 bis 1778 erbaute ehemalige Klosterkirche der Franziskaner-Rekollekten und heutige katholische Pfarrkirche, die 1778 bis 1793 die Aufgabe einer „Schlosskirche“ übernahm und heute umgangssprachlich ebenso bezeichnet wird. Der Plan der Kirche ist von einem franziskanischen Baumeister namens Minder, die Bauausführung leitete der gräfliche Bauinspektor Peter Reheis.

Weiter nördlich auf dem „Han“ steht das seit 2005 von den Franziskaner-Minoriten betreute Wallfahrtskloster Blieskastel.

In der Heilig-Kreuz-Kapelle beim Wallfahrtskloster befindet sich seit 1827 das Gnadenbild Unsere Liebe Frau mit den Pfeilen, das 1786 von Gräfinthal nach Blieskastel überführt wurde. Bei diesem Gnadenbild handelt sich um eine einzigartige Pietà (Vesperbild) aus dem 14. Jahrhundert, in der fünf eiserne, mittelalterliche Pfeilspitzen stecken. Nach der legendenhaften Überlieferung wurden die Pfeile von Frevlern hineingeschossen. Die Kapelle, in der ursprünglich eine Kreuzreliquie verehrt wurde, stammt aus den Jahren 1682/83.

Auf einer südlichen Anhöhe steht eine neobarocke protestantische Kirche von 1912.

Das Wahrzeichen der Stadt ist der etwa 4.000 Jahre alte  Gollenstein, der mit 6,5 m als der größte  Menhir Mitteleuropas gilt. Er steht auf dem Höhenrücken bei Blieskastel. Das Vekehrsamt Blieskastel informiert Sie gerne über die touristischen Angebot in der Stadt und in der näheren Umgebung:

Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!, Tel: +49 6842 / 926-1314. www.blieskastel.de