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Penzlin - Geschichte

Veröffentlicht in Städte

Penzlin ist eine kleine Stadt mit reichhaltiger Geschichte. Die erste urkundliche Bestätigung des Stadtrechtes stammt aus dem Jahr 1263. Die Stadt wurde aber tatsächlich um 1220 in der Nähe einer slawischen Siedlung gegründet.

Hervorgegangen aus dieser slawischen Siedlung lag das Gebiet bis 1436 im Wesentlichen unter der Herrschaft der Fürsten Werle.

Ab 1414 begann die über 500 Jahre währende Ansässigkeit des Rittergeschlechts von Maltzan auf der Burg Penzlin. Mit der Novemberrevolution 1918 verloren die Maltzans die letzten Rechte gegenüber den Bürgern der Stadt, die Gerichtsbarkeit sowie das Patronatsrecht über Kirche und Schule.

Penzlin war eine Ackerbürgerstadt. Neben einer kleinen Landwirtschaft betrieben die Bürger meist noch ein Handwerk.

1885 erfolgte der Anschluss Penzlins an das Eisenbahnnetz 'Mecklenburger Südbahn' auf der Strecke Neubrandenburg – Parchim.

Im Zuge von Reparationsleistungen erfolgte der Rückbau der Strecke 1945-46.

Heute fahren vielfältige Buslinien den Busbahnhof Penzlins an.

Mehrere Brände wüteten in der Stadt. 1558 brannte Penzlin vollständig ab. 1725 verschonte das Feuer nur zwei Häuser von 150. Auch der hohe, schlanke Kirchturm fiel den Flammen zum Opfer. Er wurde später in verkürzter und abgestumpfter Form wieder errichtet und bietet seit 1735 den gegenwärtigen Anblick.

Den mühsam errungenen Wohlstand machte ein weiterer Brand zunichte, als 1833 in der heutigen Warener Chaussee 116 gefüllte Scheunen niederbrannten.

Weitere Schäden wurden der Stadt und den Bewohnern besonders durch den Dreißigjährigen Krieg, den Siebenjährigen Krieg, in der Zeit der französischen Fremdherrschaft zwischen 1806 und 1812 sowie während des Zweiten Weltkriegs zugefügt.

1945/46 beteiligte sich die Bevölkerung aktiv an der Bodenreform. Im damaligen Verwaltungsbezirk Penzlin mit mehr als 15 Gemeinden der näheren Umgebung wurden über 10.000 Hektar Großgrundbesitz an 946 Landbewerber, darunter 486 Umsiedler, übergeben. Zwischen 1953 und 1960 entstanden mehrere Landwirtschaftliche Produktionsgenossenschaften.

Heute gibt es noch größere Landwirtschaftsbetriebe und kleine Gewerbe- und Handwerks- und Handelsbetriebe.

Penzlin ist in seiner Ursprünglichkeit erhalten geblieben und lädt  Gäste gern zum Verweilen ein.

Durch Fusionen mit vorher eigenständigen Gemeinden hat Penzlin heute 18 Ortsteile, deren erst urkundliche Erwähnung teilweise noch vor der Gründung Penzlins datiert ist.

Partnerstadt Penzlins ist seit dem 1. September 1990 die Stadt Otterndorf im Landkreis Cuxhaven (Niedersachsen). Beide Städte verbindet das gemeinsame Erbe des deutschen Dichters und Übersetzers Johann Heinrich Voß. Dieser verlebte seine Kindheit in Penzlin und wirkte in den Jahren 1778 bis 1782 als Rektor der Lateinschule in Otterndorf. Freundschaftliche Beziehungen bestehen auch zu der polnischen Stadt Łęczyca.